Am 21.02.2017 besuchten insgesamt 17 Schülerinnen und Schüler der 2., 3. und 5. Jahrgänge das ORF Landesstudio Salzburg. Wir erfuhren sehr interessante Details, zum Beispiel wie die drei Säulen des ORF funktionieren. Unter den drei Säulen versteht man das Radio, das Fernsehen und – mittlerweile sehr wichtig – die Website. In Salzburg sind derzeit 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Das Landesstudio Salzburg gibt es bereits seit 1972, davor wurde vom Franziskaner-Kloster aus gesendet. Es gibt neun Landesstudios, die alle gleich aussehen, nur in Graz sind die Türen nicht rot, sondern grün. Aus ton- und schalltechnischen Gründen gibt es keinen einzigen geraden Raum im ganzen Gebäude. Salzburg ist das einzige Landesstudio mit einem Fernsehgarten.

Auch über die Finanzierung erfuhren wir viel, z.B. dass die GIS nur zur Hälfte dem ORF zusteht, die andere Hälfte bekommt das Land Salzburg als Kulturabgabe. Zusätzlich finanziert sich der ORF durch Product Placement und Werbung, wobei die Werbezeit rechtlich sehr begrenzt ist und deshalb nur einen kleinen Teil der Finanzierung ausmacht.

Interessante Fragen wurden gestellt, wie zum Beispiel über die „Unabhängigkeit“ des ORF. Dabei wurde uns erklärt, dass Reporter nicht schreiben müssen, was Politiker oder Auftraggeber wollen – anders als bei Privatsendern. Außerdem konnten wir den Unterschied zwischen Journalist und Reporter klären: Es gibt eigentlich gar keinen. Beide bereiten Beiträge vor, die für Fernsehen, Radio oder die Website verwendet werden.

Wir waren auch direkt im Studio, wo jeden Tag ‚Salzburg heute‘ aufgenommen wird, und erfuhren ganz spannende Details, die hinter den Kulissen passieren – erstaunlich, wie viel Arbeit in dieser „kurzen“ Sendezeit steckt und wie viel die Reporter und die Personen hinter den Kulissen wirklich arbeiten.

Lustig fanden wir, dass auch Männer, die vor der Kamera stehen, geschminkt werden und die Maskenbildnerin immer dabei ist, um auch in kurzen Nachrichtenbeiträgen (, die oft nur wenige Sekunden dauern,) die Frisur zu kontrollieren und das Make-up aufzufrischen.

Wir durften live bei einer Radiosendung dabei sein und auch die Tonstudios besichtigen. Außerdem konnten wir selbst vor der Kamera stehen und die ‚Nachrichten‘ moderieren. Leider fand keine bzw. keiner aus unserer Gruppe den Mut, sich dabei auch filmen zu lassen. Vor der Kamera im Scheinwerferlicht ist die Situation dann doch etwas anders als vorher gedacht 😉

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